Der Waffenhersteller Sword hat einen roboterähnlichen Hund mit aufmontiertem Scharfschützengewehr vorgestellt. Die bei der US-Militärmesse AUSA in Washington gezeigte Kampfmaschine soll laut Bericht des Fachdienstes War Zone in Reichweiten von bis zu 1200 Metern präzise feuern können.

Das SPUR (Special Purpose Unmanned Rifle) getaufte Waffenmodul zur Aufbringung auf die Roboter soll dabei ferngesteuert sein. Unter anderem könne es aus der Ferne auch angewiesen werden, die erste Patrone im ungeladenen Zustand zu laden, das Patronenlager zu leeren und die Waffe zu sichern, schreibt War Zone.

Dank seiner Sensoren soll sich SPUR sowohl am Tag wie auch in der Nacht einsetzen lassen. Zur Ausstattung gehören laut Sword unter anderem eine Wärmebildkamera, ein dreißigfacher optischer Zoom sowie eine spezielle Keramikbeschichtung, die Tarnmöglichkeiten sowie Schutz gegen moderne Nachtsicht-Systeme bieten soll.

Die vierbeinige Roboterplattform stammt vom Hersteller Ghost Robotics, der eigenen Angaben nach auch schon mit verschiedenen anderen Partnern wie etwa Rheinmetall für Tests zusammengearbeitet hat. Laut Bericht von War Zone sei dies wohl die erste Präsentation eines bewaffneten Modells der Ghost-Roboter gewesen. Bislang würden die Roboter unter anderem von den US-Luftstreitkräften etwa zur Bewachung von Einrichtungen getestet.

Der Hersteller bewirbt seine Roboter als robust, geländegängig und vielseitig einsetzbar. Künftig wolle man die Modellpalette um Roboter speziell für bestimmte Umgebungen erweitern. Ferner sei auch eine Modellserie namens Wraith für die Ansprüche des Militärs geplant.

Ein Roboter von Ghost unterwegs zu einer Ladestation

Von der Form erinnern die Maschinen von Ghost Robotics natürlich unverkennbar an den Roboter Spot von Boston Dynamics. Spot kann zum Beispiel auch mit Greifarm ausgestattet werden, eine bewaffnete Form wäre also denkbar. Die von Boston Dynamics formulierten allgemeinen Geschäftsbedingungen untersagen allerdings jeglichen Einsatz von Spot als Waffe.

Im April wurde bekannt, dass das französische Militär Spot als eine Art Späher bei einem Manöver getestet habe – Boston Dynamics hatte darauf erklärt, noch keine Entscheidung getroffen zu haben, wie man zu militärischer Nutzung unbewaffneter Spots stehe. Eine geplante Verwendung der Roboter bei der New Yorker Polizei fand nach Protesten auch ein vorzeitiges Ende. Seit Juni gehört der Hersteller zum koreanischen Hyundai-Konzern.


(axk)

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