AMD “Mendocino”: Ryzen-Prozessoren mit RDNA2-GPU für günstige Notebooks

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AMD legt eine neue Prozessorbaureihe auf, die für günstige, aber trotzdem flotte Notebooks gedacht ist: Mendocino verwendet vier Zen-2-Rechenkerne mit acht Threads, eine RDNA2-Grafikeinheit und LPDDR5-Speicher. Der Chipauftragsfertiger TSMC produziert die CPU-Baureihe mit 6-Nanometer-Strukturen. Notebooks mit diesen Prozessoren sollen Akkulaufzeiten von 10 Stunden und mehr erreichen.

Als konkrete Preispunkte für Notebooks mit Mendocino-CPUs gibt AMD 399 bis 699 US-Dollar an – umgerechnet inklusiver Mehrwertsteuer (in US-Preisen nicht enthalten) entspricht das 450 bis 800 Euro. Im Bereich von unter 500 Euro verwenden die schnellsten Notebooks bislang den Zen-2-Vierkerner Ryzen 3 5300U und den Zen-2-Sechskerner Ryzen 5 5500U.

Beide Prozessoren haben eine betagte Vega-GPU, der etwa der moderne Videocodec AV1 fehlt. Mendocino soll mit einer Fülle moderner Videocodecs umgehen können, was für AV1-Support spricht. Ab 500 Euro gibt es allerdings auch schon Notebooks mit dem Zen-2-Achtkerner Ryzen 7 5700U, der in mehrkernoptimierten Anwendungen deutlich schneller sein dürfte.

Die Kombination von vier Zen-2-Kernen, einer RDNA2-GPU und LPDDR5-RAM erinnert an den Van Gogh genannten Semi-Custom-Mobilprozessor in Valves Handheld-PC Steam Deck. Wie stark die integrierte GPU in Mendocino ist, verriet AMD bislang allerdings nicht. Im Bestfall hätte sie wie bei Van Gogh 768 Shader-Kerne. Der Einsatz von Zen-2-Kernen statt Zen 3 senkt derweil die Produktionskosten: Die Kerne sind schmaler aufgebaut und verwenden nur einen halb so großen Level-3-Cache, was Chipfläche spart.

Notebooks mit Mendocino-CPUs sollen im vierten Quartal 2022 erscheinen. In der Präsentation zeigte AMD Lenovos Ideapad 1 als erstes Design.


(mma)

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