Erneut Ausfall bei Apple-Diensten | heise online

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Nach einem Großausfall von Apple-Diensten am Montag, der sich über mehrere Stunden hinzog, kam es am Donnerstagabend erneut zu Problemen mit zentralen Services des Konzerns. Das Fehlerbild war diesmal noch deutlich diffuser als zu Wochenbeginn.

Der erste betroffene Dienst war Apples populärer Kurznachrichtendienst iMessage, der auf iPhones, iPads, der Apple Watch und Macs verfügbar ist. Ab 21 Uhr stellten User fest, dass sie plötzlich nur noch Textbotschaften verschicken konnten, der Versand von Bildern und anderen Anhängen schlug mit einer sofortigen Fehlermeldung fehl. Das nervte insbesondere in Unterhaltungen, bei denen sich die Nutzer auf ein zuvor (dann nicht) verschicktes Bild bezogen. Offenbar nutzt Apple für Anhänge eine andere Server-Infrastruktur als für den Textteil von iMessage.

Etwas später kam es dann zu Ausfällen beim zentralen Passwort-Speicherdienst iCloud-Schlüsselbund (Keychain), der allerdings nur gut eine halbe Stunde anhielt. Ab 23 Uhr kam es zu Problemen mit den Web-Apps von Apples Büropaket iWork, die auch auf Windows-Rechnern verwendet werden können. Laut Apples inzwischen mit Informationen befüllter Systemstatus-Website waren alle drei Problembereiche gegen 0 Uhr mitteleuropäischer Winterzeit behoben.

Das galt allerdings nicht für iCloud-Fotos, den vierten Service, der am Donnerstagabend einen Ausfall hatte. Nutzer meldeten noch bis Freitagfrüh Schwierigkeiten bei der Ansicht von Fotos, beim Abgleich neuer Aufnahmen und anderen Cloud-basierten Funktionen des Bilderdienstes. Betroffen waren laut Apples Aussagen “einige Nutzer”, aber offenbar nicht alle.

Der iPhone-Konzern hat bislang keine Angaben dazu gemacht, woran der Ausfall lag. Auch zum Großausfall am Montag machte das Unternehmen öffentlich keine Angaben. Intern hieß es, es habe ein DNS-Problem gegeben. Anfang der Woche waren deutlich mehr Services betroffen als am Donnerstag; selbst interne Apple-Systeme versagten, sodass auch Einkäufe in den Retail-Laden des Unternehmens teilweise nicht möglich waren. Bislang gehen Beobachter von Fehlkonfigurationen bei Apples DNS-Servern aus, deren Behebung üblicherweise schwierig sind. Hackerangriffe werden aktuell eher ausgeschlossen.

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(bsc)

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