Ukraine-Krieg: Atomkraftwerk Tschernobyl wieder im regelmäßigen Kontakt mit IAEA

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Das im Ukraine-Krieg schwer umkämpfte Atomkraftwerk Tschernobyl ist wieder im direkteren Austausch mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Das erklärte IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi. Die telefonische Kommunikation sei wiederhergestellt.

Am 24. Februar besetzten russische Truppen das Atomkraft Tschernobyl, die dort ansässigen Entsorgungsanlagen sowie das Gelände um die Atomruine mit der neuen Schutzhülle, welche die Überbleibsel des Reaktorunglücks von 1986 sichern soll. Die russische Arme hielt das Atomkraftwerk über fünf Wochen, bevor sie sich am 31. März zurückzog. Die staatliche Nuklearaufsichtsbehörde der Ukraine (SNRIU) hatte der IAEA am 10. März mitteilen müssen, dass sie den Kontakt zum AKW-Standort verloren habe.

Grossi plant, noch in diesem Monat eine Mission von IAEA-Experten zum Standort Tschernobyl zu leiten, um nukleare Sicherheits- und radiologische Bewertungen durchzuführen, lebenswichtige Ausrüstung zu liefern und die Fernüberwachungssysteme der Agentur dort zu reparieren.

Die zuverlässige Kommunikation mit der Regulierungsbehörde sei eine von sieben unverzichtbaren Säulen der nuklearen Sicherheit, die Grossi zu Beginn des Konflikts in der Ukraine skizzierte. Die Datenfernübertragung von Überwachungssystemen in Tschernobyl sei gestört worden, die Übertragung würde aber weiterhin von den anderen Kernkraftwerken in der Ukraine an die IAEA-Zentrale funktionieren.

In Bezug auf die 15 in Betrieb befindlichen Reaktoren des Landes in vier Kernkraftwerken sagte die Ukraine, dass sieben derzeit an das Netz angeschlossen seien, darunter zwei im von Russland kontrollierten Kernkraftwerk Saporischschja, zwei im Kernkraftwerk Riwne, zwei im Kernkraftwerk Südukraine und einer im Kernkraftwerk Khmelnytskyy.

Die acht anderen Reaktoren werden für regelmäßige Wartungsarbeiten abgeschaltet oder in Reserve gehalten. Die Sicherheitssysteme blieben in den vier Kernkraftwerken in Betrieb und sie verfügten auch weiterhin über externe Stromversorgung, so die Ukraine.

Insbesondere das Kernkraftwerk Saporischschja – das größte AKW in Europa – hatte während der gesteigerten Kriegshandlungen für viel Beunruhigung gesorgt. Ein Brand auf dem Gelände ließ einen Atomunfall befürchten.

Die IAEA machte sich während der russischen Besetzung des Atomkraftwerks Tschernobyl zudem Sorgen, ob genügend versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz sein könnten. Dort arbeitende Menschen mussten teilweise in überlangen Schichten Dienst leisten oder leben in umkämpften Orten. Wohl ausgelöst durch die Kampfhandlungen, wurden auch erhöhte Strahlenwerte ermittelt. Waldbrände in der Gegend um Tschernobyl hatten weitere Gefahren heraufbeschworen.


(kbe)

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