US-Abstimmungen über erste Gewerkschaft bei Amazon: Einmal nein, einmal ja?

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Die zweite Abstimmung über die erste Gewerkschaftsvertretung bei Amazon in den USA ist offenbar deutlich knapper ausgegangen, als die Premiere – noch liegen die Gegenstimmen aber vorn.

Wie die New York Times berichtet, wurden für die Gewerkschaft 875 Stimmen abgegeben, 993 dagegen – mehr als 400 Stimmzettel seien aber angefochten worden. Über sie werde erst in den kommenden Wochen entschieden und sie könnten das Zwischenergebnis noch ändern. Insgesamt haben damit von 6100 stimmberechtigen Angestellten 2300 an dem Votum teilgenommen. Während das Ergebnis in Bessemer (Alabama) noch völlig offen ist, könnten sich bei einer ähnlichen Abstimmung in Staten Island Befürworterinnen und Befürworter der Gewerkschaftsgründung durchgesetzt haben.

Der Financial Times zufolge liegt die Amazon Labor Union in dem Logistikzentrum im US-Bundesstaat New York nach Beginn der Stimmauszählung am Donnerstag mit 1518 zu 1154 Stimmen klar vorne. Da die Arbeitsschutzbehörde NLRB (National Labor Relations Board) aber nicht mitgeteilt habe, wie viele Angestellte insgesamt abgestimmt haben, ist noch unklar, wie viele Stimmzettel noch nicht ausgezählt sind. Die Gründung der ersten gewerkschaftlichen Vertretung in einer Einrichtung von Amazon könnte nun aber bevorstehen und nicht in Alabama, sondern New York erfolgen.

Der Versuch in Bessemer eine Arbeitnehmervertretung zu gründen, war vor einem Jahr eigentlich bereits gescheitert. Bei einer ersten Abstimmung waren bei Weitem nicht genügend Stimmen dafür zusammengekommen. Nach Beschwerden der Handelsgewerkschaft RWDSU war das NLRB aber zu dem Schluss gekommen, dass Amazon die Wahl auf unzulässige Weise beeinflusst hat. Deswegen war die neuerliche Abstimmung angesetzt worden, die dort jetzt zu Ende gegangen ist.

Der New York Times zufolge konnten sich Unterstützer und Unterstützerinnen diesmal deutlich besser organisieren. Gleichzeitig habe es aber auch Anzeichen gegeben, dass Amazon große Geldsummen ausgegeben hat, um für ein Nein zu werben. Mehr als 20 Veranstaltungen seien abgehalten worden, für Beratungsfirmen habe der Konzern allein 2021 vier Millionen US-Dollar ausgegeben.


(mho)

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