Amphibisches Camping-E-Lastenrad soll in Produktion gehen

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Das Z-Triton, ein dreirädriges E-Lastenfahrrad mit einem Campingaufbau, das auch schwimmen kann, ist nun fertig und offiziell vorgestellt worden. Es soll nun in Produktion gehen. Zuerst werde der ohne Passagiere 200 kg schwere Amphibien-Fahrradcamper in Europa ausgeliefert, teilte der Hersteller mit, später andernorts. Kostenpunkt: 14.500 Euro. Ab Sommer soll das Z-Triton auch gemietet werden können.

Das Z-Triton wurde entwickelt vom lettischen Designstudio Zeltini. Die Idee war Unternehmensgründer Aigars Lauzis im April 2017 gekommen, da verfertigte er auch erste Skizzen dazu. An einen Prototyp machte er sich nach einer Fahrradtour von London nach Fernasien und zurück im August 2018. Dieser war im Mai 2020 fertig und wurde bis soeben überarbeitet.

Das Gefährt, dessen manche Teile aus dem 3-D-Drucker stammen und aus PLA Pro bestehen, ist sowohl mit elektrischem Fahrrad- (1,5 kW) als auch Bootsmotor (1,15 kW) versehen. Die elektrische Reichweite an Land soll etwa 50 km, im Wasser 20 km betragen, danach kann das Z-Triton auch mit Muskelkraft bewegt werden. Faltpaddel werden mitgeliefert.

Zwei Personen und ein kleines Haustier sollen auf dem House-Boat-Trike Platz finden, maximal 200 kg Gewicht kann das Gefährt tragen. Es könne auch abseits der Straße gefahren werden, schließlich habe es Offroad-Reifen. Allerdings sollte immer bedacht werden, dass es mit Zuladung mehr als 200 kg wiegt.

Recht exponiert sitzt der Fahrer vorn.
(Bild: z-triton.com)

Auf dem Dach des Aufbaus sind Sonnenkollektoren angebracht, die helfen sollen, die Batterien aufzuladen; für eine volle Ladung genügen sie aber nicht, dafür können die Batterien an gängige 220-V-Steckdosen gesteckt werden. Das Ladekabel dafür wird mitgeliefert. Der Umbau vom Fahr- in den Schwimmmodus soll in 5 Minuten vollbracht sein. Auf Straßen soll das Z-Triton bis zu 25 km/h schnell fahren können, im Wasser 2,7 Knoten (5 km/h).

Das “Haus” auf dem Amphibienfahrrad bietet eine Hauptbeleuchtung, Leselampen, Stromspeicher und ein USB-Ladegerät. Drinnen soll auch gekocht werden können, dafür gibt es einen Dunstabzug mit Ventilator sowie einen Essklapptisch. Eine Heizung oder Kühlung gibt es noch nicht, daran werde noch gearbeitet, sagt der Hersteller.

Irgendwann sollen für eine vereinfachte DIY-Version des Z-Triton auch 3-D-Pläne erhältlich sein. Das werde aber voraussichtlich noch einige Jahre dauern, schreibt das Unternehmen; 2023 soll das Gefährt aber auch als Bausatz erhältlich sein. Momentan ist das Z-Triton mit einer Anzahlung von 100 Euro vorbestellbar. Jährliche Inspektionen und anderen Service rund um den Camper will das Unternehmen auch bieten, vorerst aber nur für das Baltikum und Nordeuropa. “Wir wollen so schnell wie möglich expandieren”, heißt es.

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(Quelle: Z-Triton)


(anw)

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