Arc: Intel enthüllt seine erste Desktop-Grafikkarte

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In einem 49-sekündigen Video zeigt Intel die erste eigene Arc-Grafikkarte, die für Desktop-PCs und nicht für Notebooks gedacht ist. Sie nutzt die größere der beiden Alchemist-GPUs, ACM-G10 genannt, und einen vergleichsweise kompakten Kühlkörper, mit dem die Grafikkarte zwei Steckplätze belegt. Zwei Axiallüfter kümmern sich um die Durchlüftung.

Ein Vorstellungsvideo zu Intels Optimierungs-Tool Arc Control offenbart weitere Details zu den kommenden Desktop-Grafikkarten. Zu sehen ist etwa ein Performance-Overlay, das eine GPU-Taktfrequenz von 2200 MHz unter Last anzeigt – das wären 550 MHz mehr als bei Intels schnellsten Notebook-Ablegern.

Folglich steigt auch die Leistungsaufnahme, die das Overlay mit 175 Watt allein für den Grafikchip errechnete. Der Energiebedarf des Speichers und die Wandlerverluste dürften noch obendrauf kommen – sie machen typischerweise 30 bis 50 Watt aus. Damit würde Intel im Bereich von AMDs Radeon RX 6700 XT und Nvidias GeForce RTX 3070 landen. Stromanschlüsse hat Intel beim gerenderten Video weggelassen.

Die angezeigte Speichertaktfrequenz lag derweil bei knapp 1100 MHz, was für GDDR6-RAM mit 17,6 Gigabit pro Sekunde und Pin spricht. An 256 Datenleitungen ergäbe das eine Übertragungsrate von etwa 563 GByte/s.

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Intels Teaser zur ersten Desktop-Arc-Grafikkarte


(Quelle: Intel Graphics)

Die Einstellungsmöglichkeiten erinnern an die Optionsvielfalt von AMDs Radeon-Software, darunter Spannungs-Offsets, Powerlimit-Anhebungen, Lüfterkurven und ein “Performance Boost”. Das Arc-Control-Overlay zeigte im Video allerdings auch noch Kinderkrankheiten, etwa eine GPU-Auslastung von 384 Prozent bei einer falsch ausgerechneten Leistungsaufnahme von 1125 Watt. Da es den Performance-Reiter offenbar ausschließlich für Desktop-Grafikkarten geben wird, hat Intel noch mehrere Monate Zeit für den Feinschliff.

Im Video ab Sekunde 29: Eine eingesetzte Arc-Grafikkarte kommt auf einen GPU-Takt von 2200 MHz.
(Bild: Intel)

Bei der gezeigten Arc-Grafikkarte handelt es sich derweil um eine Limited Edition. Zum Limitierungsfaktor, Preisen und sonstigen Details schweigt sich Intel vorerst aus.


(mma)

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