Covid-Lockdown in Shenzhen: Foxconn und dutzende Firmen stellen Produktion ein

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Angesichts eines Ausbruchs von Covid-19-Infektionen haben die Behörden der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shenzhen die Millionenstadt an der Grenze zu Hongkong abgeriegelt. In der Sonderwirtschaftszone haben viele ausländische Unternehmen Niederlassungen und Produktionsstandorte, die nun teilweise dicht gemacht werden.

Laut Financial Times haben allein Dutzende taiwanische Konzerne eine Aussetzung ihrer Produktion in Shenzhen angekündigt, der mit Abstand namhafteste darunter ist Hon Hai Precision beziehungsweise Foxconn. Das Unternehmen aus Taipeh kündigte in der Nacht zum Montag an, dass zwei Standorte in Shenzhen vorübergehend geschlossen werden. Der Lockdown gilt aktuell bis zum 20. März.

China erlebt aktuell die – zumindest laut den offiziellen Zahlen – schwerste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren in der zentralchinesischen Metropole Wuhan. Zuletzt waren am Wochenende landesweit mehr als 3400 Fälle an einem Tag registriert worden, in Hongkong sind es zehnmal so viele. Was in anderen Staaten selbst mit viel geringeren Bevölkerungszahlen äußerst wenig wäre, wird in China anders gesehen. Dort wird rigide eine Null-Covid-Strategie verfolgt, bei der die kleinsten Ausbrüche mit umfassenden Maßnahmen im Keim erstickt werden sollen. Der Lockdown der Stadt Shenzhen mit ihren über 17 Millionen Einwohnern ist der umfangreichste seit jenem Anfang 2020, bei dem rund 40 Millionen Menschen in und um Wuhan zu Hause bleiben mussten.

In Shenzhen wurde der Bus- und U-Bahn-Verkehr nun weitestgehend eingestellt, die Menschen wurden angewiesen, möglichst von zuhause zu arbeiten, berichtet Bloomberg. Der Bevölkerung ist es demnach auch untersagt, die Stadt zu verlassen. In der Metropole fertigt nicht nur Foxconn Geräte für Apple, dort haben unter anderem die Riesenkonzerne Huawei und Tencent ihren Hauptsitz. Außerdem ist der Hafen der Stadt einer der größten in China. Welche Folgen der Lockdown für die sowieso bereits unter Druck stehenden weltweiten Lieferketten haben wird, ist noch nicht abzusehen. Foxconn hat laut Financial Times in den jetzt geschlossenen Fabriken iPhones 13 gefertigt. Angestellte dürfen das Gelände jetzt nicht verlassen, der Betreiber will die Produktion zu anderen Standorten verschieben.


(mho)

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