Intel “Alder Lake”: Ultrabook-Prozessoren mit 14 statt 4 CPU-Kernen

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Intel stellt die beiden Prozessorbaureihen Alder Lake-P und Alder Lake-U offiziell vor. Sie sind mit reduzierter Leistungsaufnahme für schlanke Notebooks gedacht: Die P-Modelle haben eine Thermal Design Power (TDP) von 28 Watt, die U-Prozessoren wahlweise von 15 oder 9 Watt.

Verglichen mit der Vorgängergeneration rund um Tiger Lake-U und Tiger Lake-H35 sollte Alder Lake deutlich schneller arbeiten. Lag Intel in der Ultrabook-Klasse mit maximal vier CPU-Kernen bisher klar hinter AMDs Ryzen-5000U-Achtkernern, bietet Alder Lake-P bis zu 14, Alder Lake-U bis zu 10 CPU-Kerne. Genauso wie die bereits vorgestellten Notebook-Typen Alder Lake-H (Core i-12000H) und Desktop-CPUs Alder Lake-S (Core i-12000) verwenden die Neulinge einen Mix aus schnellen Performance- und sparsameren Effizienz-Kernen.

Überprüfen können wir die Rechenleistung Stand jetzt allerdings noch nicht, denn obwohl heute der Startschuss fällt, gibt es noch keine Testmuster. Den Fokus legen Intel und Notebook-Hersteller erst einmal auf die P-Modelle – entsprechende Geräte sollen unseren Informationen zufolge ab März verfügbar sein, woraufhin Geräte mit den U-Prozessoren folgen. Bis zu einer breiten Verfügbarkeit könnten noch Monate vergehen.

Der deutsche Hersteller Schenker (XMG) warnte erst kürzlich vor Verzögerungen aufgrund von Lockdowns in China. Außer Zulieferern sind demnach auch Versanddienstleister wie DHL betroffen. Das betrifft potenziell auch andere Hersteller.

Zumindest auf dem Papier weiß die neue Generation aber nach der ernüchternden Tiger-Lake-Serie zu gefallen. Selbst in der Mittelklasse gibt es viele CPU-Kerne, etwa vier Performance- und acht Effizienzkerne beim Core i5-1240P mit Turbo-Taktfrequenzen von bis zu 4,4 GHz. Der 15-Watt-Typ Core i5-1235U muss nur auf zwei Performance-Kerne verzichten, hat insgesamt also immer noch zehn mit identischen Taktfrequenzen. Die integrierten Xe-GPUs machen mit bis zu 96 Ausführungseinheiten (768 Shader-Kerne) in der Theorie einen guten Eindruck.

P-Klasse
(Bild: Intel)

Die U-Klasse mit 9 Watt TDP beerbt die ältere Y-Bezeichnung, die Intel nach der 10. Core-i-Generation einstampfte – damals gab es etwa den Vierkerner Core i7-10510Y. Die Modellbezeichnungen der neuen 9-Watt-CPUs enden mit einer 0 statt einer 5, beispielsweise Core i7-1260U. Die Basistaktfrequenzen sinken um bis zu 700 MHz auf 1,0 bis 1,1 GHz bei den Performance-Kernen.

Mit der Aufteilung in die Klassen U (9 Watt), U (15 Watt) und P (28 Watt) sollte sich die Leistung von Alder-Lake-Notebooks derweil wieder besser einschätzen lassen. Bei Tiger Lake herrschte ein Durcheinander, weil die U-Klasse mit ihren konfigurierbaren cTDPs alles von 9 bis 28 Watt abdeckte.

Zusammen mit der 12. Core-i-Generation führt Intel ein neues Evo-Programm ein. Zertifizierte Notebooks müssen nun zwingend Wi-Fi 6E mit einer dritten Funkverbindung in 6-GHz-Netzen beherrschen, sich per Fast-Charge über USB Typ C aufladen lassen und mindestens einmal Thunderbolt 4 bereitstellen. Im Inneren setzt Intel mindestens 8 GByte Dual-Channel-RAM und eine 256 GByte große PCI-Express-SSD voraus.

Vorgaben der neuen Evo-Zertifizierung, unter anderem mit Wi-Fi 6E.

(Bild: Intel)

Schöpfen Hersteller aus dem Vollen, können Notebooks mit 15- oder 28-Watt-Prozessor viermal Thunderbolt 4 bereitstellen und zwei PCIe-4.0-SSDs ansteuern. Die 9-Watt-Modelle haben ein kleineres Package mit weniger Signalkontakten, weshalb sie Intel auf zweimal Thunderbolt 4 und eine PCIe-4.0-SSD stutzt.


(mma)

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