StreamOn-Verbot: Telekom strukturiert neue Tarife um Familienkarten

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Die Deutsche Telekom überarbeitet ihre Tarife nach dem Verbot der Zero-Rating-Option StreamOn. Die neuen Tarife sollen mehr Datenvolumen und Vorteile für Familien bieten. Neu ist außerdem die Einsteigeroption MagnetaMobil XS

Die neuen Tarife der Telekom sollen sich vorrangig für Personen rentieren, die ihren Tarif gemeinsam mit Familienmitgliedern nutzen. Zum Hauptvertrag lassen sich SIM-Karten gegen Aufpreis zubuchen – je mehr man bucht, desto günstiger das Angebot pro Kopf. Alle Zubuchenden erhalten ebenfalls Zugriff auf Datenvolumen in der Höhe, die im Haupttarif gebucht wurde – es wird also nicht geteilt, sondern jeweils neu zur Verfügung gestellt. Die zusätzlichen SIM-Karten soll man etwa mit Familienmitgliedern oder entfernteren Verwandten sowie Nachbarn teilen können. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland über die neuen Tarife berichtet, die die Telekom dann am Mittwoch offiziell enthüllte.

Die erste Zusatzkarte für die neuen Telekom-Tarife kostet in allen Tarifoptionen 20 Euro, die dritte und weitere kosten 10 Euro. Ob es eine Obergrenze für Personen pro Tarifoption gibt, geht aus dem Bericht noch nicht hervor.

Die günstigste neue Tarifoption MagentaMobil XS heißen wird. Hier zahlt man35 Euro im Monat für 5 GByte mobiles 5G-Datenvolumen sowie Telefonie- und SMS-Flat. Bei MagentaMobil L zahlt man dagegen 60 Euro für 40 GByte. Bei MagentaMobil S gibt es 10 GByte für 40 Euro im Monat, bei MagentaMobil M sind es 20 GByte für 50 Euro. MagentaMobil L kostet 60 Euro und bietet 40 GByte im Monat. Schließlich wird es mit MagentaMobil XL noch einen Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen für 85 Euro im Monat geben.

Der Bereitstellungspreis beträgt laut Telekom für die Hauptkarte sowie jeweils für zusätzliche Plus-Karten einmalig 40 Euro. Bis zum 14. August entfällt diese Gebühr. Zu den Tarifen gehört EU-Roaming, das auch in der Schweiz und im Vereinigten Königreich funktioniert. Die Tarife sind alle mit einer Laufzeit von 24 Monaten oder in der Flex-Variante ohne Mindestlaufzeit buchbar.

Die neuen Tarife will die Deutsche Telekom ab Juli anbieten, Bestandskundinnen und -Kunden sollen automatisch auf die neuen Konditionen umgestellt werden. Mit ihren überarbeiteten Tarifen reagiert die Telekom auf das Verbot ihrer Zero-Rating-Option StreamOn, die bislang Teil der Tarife war. Beim sogenannten Zero Rating rechnen Mobilfunkanbieter den Datenverkehr bestimmter Dienste nicht auf das im Tarif enthaltene Volumen an.

Das verstößt nach Ansicht der Bundesnetzagentur gegen die Netzneutralität. Die beiden Anbieter solcher Optionen in Deutschland, die Telekom und Vodafone, müssen ihre Tarife daher zum 1. Juli umstellen. “Wir beenden die Ungleichbehandlung von Datenverkehren, die mit den Zero-Rating-Optionen verbunden sind”, erklärte BNetzA-Präsident Klaus Müller im April. “Wir erwarten, dass die Anbieter nun Tarife mit höheren Datenvolumina oder günstigere Mobilfunk-Flatratetarife anbieten. Verbraucherinnen und Verbraucher werden davon profitieren.”


(dahe)

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