3D-Drucker überarbeitet: Creality Ender 3 S1

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Der 3D-Drucker Ender 3 von Creality wurde vom Hersteller überarbeitet. Die neue Version Ender 3 S1 enthält nun alle Verbesserungen, die bislang nur als Zubehörteil erhältlich waren.

Die Verbesserungen beginnen bei der Elektronik: Jetzt ist das Silent-Board Serienausstattung. Es enthält Treiberbausteine, die einen erheblich ruhigeren Lauf der Schrittmotoren bewirken. Laut Hersteller soll das Betriebsgeräusch unter 50 dB liegen.

Der Ender 3 S1 hat zudem auch einen Direktantrieb für den Filamenttransport. Das vereinfacht den Druck mit flexiblem Filament und den Filamentwechsel. Dazu wurde der Druckkopf komplett überarbeitet.

Laut Creality soll der Druckkopf des Ender 3 S1 30 Prozent Gewicht einsparen.

(Bild: Creality)

Die Gewichtersparnis soll 30 Prozent betragen. Das bezieht sich offenbar aber auf das Gesamtgewicht der X-Achse, denn der Druckkopf selbst ist durch den jetzt dort angebrachten Schrittmotor sicher deutlich schwerer.

Der nächste Schwachpunkt, der beseitigt wurde: Der Antrieb in Richtung der Z-Achse erfolgt inzwischen mit zwei Gewindespindeln. Bislang gab es solch eine Spindel nur auf der linken Seite des Geräts. Als Folge neigte sich der Druckkopf aufgrund seines Gewichts etwas nach unten, wenn er ganz rechts positioniert wurde und die Rollen der Führungslager nicht wirklich spielfrei eingestellt waren. Dies ist nun behoben und die Druckqualität bei großflächigen Druckobjekten dürfte dadurch deutlich steigen.

Dazu trägt auch der jetzt serienmäßige Touchsensor zum Leveln des Druckkopfes bei. Vor Druckbeginn tastet er die Höhe des Druckbetts in einem vier mal vier Punkte umfassenden Testfeld ab. Die 32-Bit-Elektronik berechnet daraus ein Höhenprofil der Druckoberfläche und steuert die z-Achse beim Druck entsprechend an. Dadurch wird insbesondere die Haftung auf dem Druckbett deutlich verbessert.

Die Höhe des Druckbetts wird an 16 Punkten ermittelt.

Das Druckbett besteht aus biegsamen Federstahl. Es ist leicht abzunehmen und durch die Flexibilität lassen sich die gedruckten Objekte schnell und ohne Beschädigungen durch bislang oft notwendigen Werkzeugeinsatz von der Oberfläche lösen.

Der Ender 3 S1 enthält indessen auch einen Sensor, der den Filamentfluß überwacht. Ist das Filament zu Ende oder reisst, wird der Druck unterbrochen und kann nach Filamentwechsel fortgesetzt werden. Das gilt auch für einen durch Stromausfall unterbrochenen Druck.

Weitere Verbesserungen sind der mit 220 mm x 22 mm x 270 mm deutlich höhere Bauraum. Außerdem ist die minimale Layerhöhe auf 0,05 mm (gegenüber 0,12 mm beim alten Modell) reduziert, sodass nun die vertikale Auflösung noch etwas feiner wird.

Der Drucker wird als Bausatz geliefert. Die Haupt-Baugruppen sind aber bereits fertig montiert, sodass das Gerät laut Hersteller in nur sechs Schritten zusammengesetzt werden kann.

In sechs Schritten zum fertigen Drucker

Der Creality Ender 3 S1 wird seit Mitte Januar im Creality-Shop für 429 US-$ angeboten.

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(hgb)

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