Friedensnobelpreis für den Kampf um Pressefreiheit und gegen Fake News

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Die philippinische Journalistin Maria Ressa und der russische Journalist Dmitri Muratov bekommen den Friedensnobelpreis für 2021. Sie bekommen ihn “für ihre Bemühungen zur Wahrung der Meinungsfreiheit”, teilte das norwegische Nobelkomitee mit. Ressa habe beispielsweise dokumentiert, wie soziale Medien genutzt werden, um Fake News zu verbreiten, Gegner zu belästigen und den öffentlichen Diskurs zu manipulieren.

Ressa und Muratov hätten mutig für die Meinungsfreiheit auf den Philippinen und in Russland gekämpft. Gleichzeitig stünden sie für alle Journalisten, die sich für dieses Ideal in einer Welt einsetzen, in der Demokratie und Pressefreiheit immer widriger mit Bedingungen konfrontiert sind. Das hat das norwegische Nobelkomittee in Oslo soeben bekannt gegeben. Der Nobelpreis ist mit 10 Millionen schwedischen Kronen dotiert, umgerechnet knapp 985.000 Euro.

Dmitri Andrejewitsch Muratow gründete 1993 die unabhängigen Zeitung Novaja Gazeta. Seit 1995 ist er seit insgesamt 24 Jahren Chefredakteur der Zeitung. Die Zeitung sei heute die unabhängigste Zeitung in Russland mit einer grundlegend kritischen Haltung gegenüber den Mächtigen. Der faktenbasierte Journalismus und die berufliche Integrität der Zeitung habe sie zu einer wichtigen Informationsquelle über zensierte Aspekte der russischen Gesellschaft gemacht. Novaja Gazeta habe kritische Artikel zu Themen veröffentlicht, die von Korruption, Polizeigewalt, rechtswidrigen Verhaftungen, Wahlbetrug und “Trollfabriken” bis hin zum Einsatz russischer Streitkräfte innerhalb und außerhalb Russlands reichen

.

Maria Ressa deckt auf den Philippinen Machtmissbrauch, Gewaltanwendung und wachsenden Autoritarismus auf. 2012 war sie Mitbegründerin von Rappler, einem digitalen Medienunternehmen für investigativen Journalismus, sie leitet es immer noch. Ressa habe sich als furchtlose Verteidigerin der Meinungsfreiheit erwiesen. beispielsweise als es um die umstrittene Antidrogenkampagne des Duterte-Regimes ging.

Voriges Jahr bekam das UN World Food Programme den Friedensnobelpreis, auch vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie. Das WFP hatte dazu selbst gesagt: “Bis zu dem Tag, an dem wir einen medizinischen Impfstoff haben, ist Essen der beste Impfstoff gegen Chaos”, hieß es dazu vom WFP.

Für den diesjährigen Friedensnobelpreis gab es 329 Kandidaten, 234 Einzelpersonen und 95 Organisationen, die unter anderem von Regierungen, Wissenschaftlern und von früheren Friedensnobelpreisträgern bis zum 31. Janaur vorgeschlagen wurden. Das norwegische Nobelkomittee kann selbst auch vorschlagen und wählt schließlich durch Mehrheitsentscheid die Preisträger. Die Namen der Nominierten bleiben 50 Jahre lang geheim. Nominierungen, für die diese Frist abgelaufen ist, können in einer Datenbank nachgeschlagen werden.


(anw)

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