Israel: Spyware-Dementi der Polizei voreilig, neue Vorwürfe gegen NSO Group

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Die israelische Polizei hat doch Spyware wie jene namens Pegasus der NSO Group genutzt, um Mobiltelefone von israelischen Bürgern und Bürgerinnen auszuspionieren. Darauf deutet ein neues Statement der nationalen Polizei Israels hin, das unter anderem auch einem vorherigen Dementi widerspricht. Parallel zu dieser Kehrtwende behauptet ein Whistleblower, dass die NSO Group einem US-Unternehmen für Mobilfunksicherheit vor Jahren für einen Zugang zum Mobilfunk-Netzwerk SS7 “Taschen voller Bargeld” angeboten habe. Das hat ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens namens Mobileum gegenüber dem US-Justizministerium behauptet. Das führt aktuell Ermittlungen gegen den israelischen Spyware-Hersteller durch.

Während die Praktiken der NSO Group und Spionageangriffe mit der Pegasus-Spyware weltweit seit dem Sommer diskutiert werden, hat der Skandal die israelische Heimat der Firma erst vor wenigen Tagen erreicht. Das israelische Magazin Calcalist (כלכליסט) hatte berichtet, dass Polizeibehörden dort eigenmächtig auf die Spyware zurückgegriffen haben, um Personen auszuspionieren, die Proteste gegen den damaligen Premierminister Benjamin Netanjahu angeführt hätten. Dem waren vehemente, aber teilweise auch übergenaue Dementis gefolgt, zuvorderst von der Polizei selbst. Bei parallel dazu eingeleiteten Untersuchungen kam nun aber heraus, dass das voreilig war.

Neue Erkenntnisse würde die “Sachlage in bestimmten Teilen ändern”, zitiert die Nachrichtenagentur AP. Eine detaillierte Untersuchung soll bis Anfang Juli abgeschlossen werden. Um weiteren Missbrauch zu verhindern, seien sofortige Maßnahmen angeordnet worden.

Über die unkonventionellen Versuche der NSO Group, an einen begehrten Zugang zu dem SS7-Netzwerk zu kommen, berichtet derweil die Washington Post unter Berufung auf eine Aussage, die gegenüber dem US-Justizministerium gemacht wurde. Das Ministerium untersucht aktuell die Praktiken der NSO Group. Mit dem Versprechen, “wir laden Taschen voll Bargeld vor eurem Büro ab”, habe die NSO Group demnach versucht, sich einen exklusiven Zugang zu den globalen Mobilfunknetzen zu sichern. Damit könnten etwa die Standorte von Mobilfunktelefonen ermittelt werden, auch anderweitige Spionage sei so möglich.

NSO hat die Vorwürfe bereits zurückgewiesen und versichert, dass man keine Geschäfte über Bargeld abwickle. Auch Mobileum hat der Behauptung demnach widersprochen, gemacht wurde sie von einem ehemaligen Vizepräsidenten des Unternehmens, der bei der Besprechung im Jahr 2017 anwesend gewesen sei. Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass ein Schweizer Unternehmen für Massen-SMS seinen Zugang zu den Mobilfunknetzwerken an Kunden verkauft hat, die das etwa für die Standortüberwachung von Mobilfunkgeräten nutzen konnten.


(mho)

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