Roboter suchen nach Radioaktivität | heise online

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Sicherstes Kernkraftwerk der Welt, teuerstes Technikmuseum, angesagte Partylocation – das AKW Zwentendorf ist schon mit einigen Ehrentiteln bedacht worden. In dieser Woche dient das einzige Atomkraftwerk Österreichs, das fertig gebaut wurde, aber nie den Betrieb aufgenommen hat, als Arena für einen Roboterwettbewerb.

Der Bau des westlich von Wien an der Donau gelegenen AKWs war 1974 begonnen worden. Als es nach vierjähriger Bauzeit fertig und bereits mit Brennelementen bestückt war, hatte sich in der Bevölkerung jedoch Widerstand gegen das Projekt formiert und eine Volksabstimmung darüber erzwungen. Am 5. November 1978 wurde das Ergebnis bekannt gegeben: 49,53 Prozent waren dafür, 50,47 Prozent dagegen. Knapp 30.000 Stimmen hatten den Unterschied gemacht und dafür gesorgt, dass Österreich in die zivile Nutzung der Kernenergie gar nicht erst einstieg.

Weil alle Bereiche gefahrlos zugänglich sind, dient die Anlage heute unter anderem der Schulung und dem Training von Fachleuten. Vor vier Jahren übten hier erstmals auch Roboter den Einsatz im Ernstfall. Dieser Wettbewerb Enrich findet jetzt zum dritten Mal statt. Wie bei den ersten Malen wird es wieder darum gehen, radioaktive Strahlungsquellen zu finden und in einer dreidimensionalen Karte möglichst genau zu lokalisieren. Je nach Ausstattung des Roboters können außerdem zusätzliche Aufgaben wie das Schließen von Ventilen und die Bergung von verletzten Personen erfüllt werden.

Erstmals gibt es in diesem Jahr ein besonderes Szenario für fliegende Roboter. Für die Bodenroboter wurden zudem Mobilitätshilfen wie etwa Rampen, die die Fahrt über Bodenschwellen erleichtern, diesmal weggelassen. Was das im Einzelnen für Herausforderungen mit sich bringt, hat uns Wettbewerbsleiter Frank Schneider (Fraunhofer FKIE) bei einem Rundgang mit eingeschalteter Videokamera erläutert.

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Rundgang im AKW Zwentendorf mit Frank Schneider, Wettbewerbsleiter von Enrich


(Quelle: Hans-Arthur Marsiske)

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Auf der Reaktorebene des AKW Zwentendorf mit Frank Schneider, Wettbewerbsleiter der Enrich 2021.


(Quelle: Hans-Arthur Marsiske)


(olb)

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