Serverless-Computing: Knative steuert mit Version 1.0 zur Plattformstabilität

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Google hat Knative 1.0 veröffentlicht. Das erstmals 2018 vorgestellte Open-Source-Projekt zielt auf Serverless-Anwendungen. Knative kümmert sich um das Skalieren und die Netzwerkfunktionen der Container und setzt auf Event-basierte Kommunikation zwischen den Komponenten in der Microservices-Architektur. Mit der ersten Hauptversion gilt das Projekt als reif für den produktiven Einsatz. Außerdem stabilisiert das Release die API.

Vor drei Jahren hat Google Knative auf der Cloud-Next-Konferenz ins Leben gerufen. Neben dem Internetriesen sind von Anfang an Pivotal, IBM, Red Hat und SAP in die Entwicklung der Plattform involviert, die Kubernetes um Komponenten für containerbasierte Serverless-Anwendungen erweitert. Damit steht es in Konkurrenz zu Plattformen wie Kubeless und OpenFaaS. Ein Blogbeitrag der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) von 2020 gibt einen Überblick über zahlreiche Serverless-Frameworks.

Das grundsätzliche Konzept der Serverless-Architekturen lagert einzelne Funktionen in die Cloud aus, die bei Bedarf hochgefahren und ausgeführt werden. Entwicklerinnen und Entwickler müssen sich nicht um das Skalieren und die Infrastruktur kümmern, sondern die Plattform stellt automatisch ausreichend Storage und Rechenleistung bereit. Nicht genutzte Funktionen fahren ganz herunter und benötigen keine Ressourcen.

Knative automatisiert zahlreiche Prozesse von der Entwicklung bis zur Bereitstellung der Workloads. Es kümmert sich unter anderem um die Orchestrierung des Source-to-Container-Workflows, das Networking und das Skalieren der Container. Das Autoscaling von Knative kann einzelne Pods auf Null herunterskalieren.

(Bild: knative.dev)

Die Plattform bietet eine Event-getriebene Architektur mit lose gekoppelten Komponenten. Event Producers senden Ereignisse an einen Broker, der sie an die Event Consumers verteilt. Das Event-System von Knative setzt auf HTTP-POST-Anfragen für den Versand und das Empfangen der Ereignisse.

Bezüglich der Cloud-Infrastruktur bietet Knative einen plattformagnostischen Ansatz: Es ist für den Einsatz auf einem Kubernetes-Unterbau ausgelegt, der bei einem beliebigen Cloud-Provider oder im eigenen Rechenzentrum laufen kann.

Dass alle Knative-Komponenten nun die Versionsnummer 1.0 tragen, bedeutet nicht, dass jede den GA-Status (General Available) hat. Den Reifegrad erreichen die Komponenten individuell, und einige gelten auch mit dem Sprung auf die erste Hauptversion weiterhin als experimentell. Die synchronisierte Versionsnummer soll vor allem Verwirrungen im Zusammenspiel der Bausteine verhindern.

Weitere Details zum Release lassen sich dem Open-Source-Blog bei Google entnehmen. Der Knative-Blog bietet zusätzlich eine Übersicht der Funktionen, die seit der ersten Vorstellung hinzugekommen sind, darunter die Anbindung an diverse HTTP Routing Layers wie Istio, Contour und Ambassador sowie Storage Layers zur Event-Verarbeitung wie Kafka und RabbitMQ. Auf der Knative-Website findet sich ein Tutorial zum Einstieg in die Plattform.


(rme)

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