Ukraine-Krieg: BBC bietet Programm auf Kurzwelle für die Ukraine an

Published by hyph on


Der Krieg in der Ukraine führt dazu, dass Kurz- und Mittelwelle als Informationsmedium wieder wichtiger werden. Die britische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt BBC strahlt im World-Service ein englischsprachiges Programm für die Ukraine aus. Dieses wird zielgerichtet dorthin abgestrahlt und ist von 16 bis 18 Uhr UT (18 bis 20 Uhr Ortszeit Kiew) im 19-Meter-Band auf 15735 kHz zu empfangen und von 22 bis 0 Uhr UT (0 bis 2 Uhr Ortszeit Kiew) im 49-Meter-Band auf 5875 kHz. Auch in den angrenzenden Ländern dürfte das Programm gut zu empfangen sein.

In der Ukraine selbst sind mehrere Mittelwellensender mit lokalen Programmen aktiv. Zu empfangen sind sie auf 549 kHz (Südost-Ukraine), 1404 kHz (lokal Odessa), 657 kHz (Czernowitz, Iwano-Frankiwsk) und 873 kHz (Luhansk, Donetsk) wie Rundfunkhörer berichten. Auf Kurz- und Mittelwelle wird wie vor 100 Jahren immer noch in den meisten Fällen in Amplitudenmodulation (AM) mit einer Audiobandbreite von rund 3 kHz gesendet.

Kurz- und Mittelwellensender haben eine große Reichweite. Sender mit hoher Leistung können über Distanzen von hunderten oder tausenden Kilometern empfangen werden. Die Signale werden an der Ionosphäre gebeugt und zur Erde zurückgeworfen. Die Feldstärke von Mittelwellensendern (Rundfunkband 526 bis 1606 kHz) ist nachts deutlich höher, da die Dämpfung der Ionosphäre dann nachlässt. Auf Kurzwelle (3 bis 30 MHz) sind tagsüber oberhalb von 10 MHz große Distanzen überbrückbar. Nachts sind die Bänder oberhalb 10 MHz oft nicht nutzbar, dafür steigt dann die Reichweite auf den langwelligeren Bändern unter 10 MHz.

Deutsche Rundfunkanstalten haben ihre Kurz- und Mittelwellendienste aus Kostengründen und wegen geringer Nachfrage schon vor Jahren weitgehend eingestellt.


(uma)

Zur Startseite

Categories: Uncategorized

0 Comments

Leave a Reply

Avatar placeholder

Your email address will not be published.