Was sind eigentlich NFTs?

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Bild: <span>mundissima/Shutterstock.com</span>

In den letzten Monaten wurde immer mehr über sogenannte NFTs geredet. Aber was versteht man eigentlich unter der Abkürzung? Dafür müssen wir erst erklären, was eine Blockchain ist und wie sie funktioniert. Anschließend zeigen wir Ihnen, was man unter NFTs versteht und erklären, warum das System auf einmal so populär wurde.

Was ist eine Blockchain?

Blockchains dürften die meisten wohl aus dem Feld der Kryptowährung kennen – Stichwort Bitcoin oder Ethereum. Vereinfacht gesagt können Sie sich eine Blockchain vorstellen wie eine lange Tabelle mit zwei Spalten. In der rechten Spalte steht der eigentliche Inhalt. Das kann im Fall einer Kryptowährung zum Beispiel eine Transaktion sein („Person A übermittelt 3 Bitcoin an Person B“). Die linke Spalte dient dazu, diesen Inhalt zu verifizieren. Dazu enthält sie einen sogenannten Hash-Wert. Dieser repräsentiert zum einen den Inhalt und den Zeitstempel der Zeile. Zum anderen wird darin der Hash-Wert der Tabellen-Zeile darüber gespeichert. Das soll die Verifizierung der Transaktion ermöglichen: Von unten nach oben wird jeweils geprüft, ob sich aus den Hash-Werten eine ununterbrochene Kette ergibt – daher Blockchain (ein „Block“ entspricht einer Zeile; „chain“ = Kette). Lässt sich die Kette aus Hash-Werten durch die gesamte Tabelle verfolgen, ist der Inhalt der Blockchain unverändert. Bricht die Kette allerdings an einem Punkt ab, deutet das darauf hin, dass die Blockchain manipuliert wurde.

Den Aufbau einer Blockchain können Sie sich stark vereinfacht etwa wie eine Tabelle vorstellen. Für jede Zeile (= „Block“) wird ein spezifischer Hash-Wert gespeichert, der u.a. auch auf den Wert der vorangegangenen Zeile verweist (daher „chain“).

Hier liegt gleichzeitig die große Stärke und einer der größten Nachteile einer Blockchain: Dadurch, dass Manipulationen der Blockchain nur extrem schwer möglich sind, eignet sie sich gut, um digitale Werte zu verwalten. Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Tether nutzen daher eine Blockchain. Die ständige Verifikation der Hash-Werte erfordert allerdings eine große Menge Rechenleistung. Da die meisten hierfür verwendeten Rechenzentren (noch) nicht auf erneuerbare Energien setzen, sind viele Blockchains in ihrer aktuellen Form sehr schädlich für das Klima.

Mehr über Blockchains erfahren Sie hier.

Was sind NFTs?

NFT ist die Abkürzung für Non-Fungible Token. Unter einem „Token“ können Sie sich eine Art digitalen Vermögenswert vorstellen. Das kann zum Beispiel eine Menge einer bestimmten Währung sein. In diesem Zusammenhang bezieht sich „Token“ aber vor allem auf Vermögensgegenstände.

Der Zusatz „Non-Fungible“ macht das noch deutlicher. „Non-Fungible“ bedeutet übersetzt etwa „nicht austauschbar“ oder „einzigartig“. Austauschbare Vermögensgegenstände sind zum Beispiel 10€-Scheine. Es ist egal, ob Sie einen 10€-Schein gegen einen anderen oder gegen zehn 1€-Münzen tauschen – der Wert bleibt immer der gleiche. Nicht austauschbare Vermögensgegenstände haben hingegen alle einen eigenen, einzigartigen Wert. NFTs werden daher zum Beispiel für digitale Kunstwerke verwendet, deren Wert immer individuell von verschiedensten Faktoren abhängt: vom Künstler über die produzierte Menge bis hin zur aktuellen Nachfrage.

Das NFT-System speichert dafür zu jedem registrierten Token, wem es derzeit gehört. Dafür wird häufig die Blockchain Ethereum verwendet. Im Bild aus dem oberen Abschnitt bedeutet das: In der rechten Spalte der Blockchain-Tabelle wird gespeichert, wer einen Vermögensgegenstand an wen verkauft hat. Der digitale Gegenstand wird dabei nicht selbst gesichert, sondern nur ein Link, der auf ihn verweist. Mit der linken Spalte können Dritte die Transaktion verifizieren und kontrollieren, ob ein NFT tatsächlich der betreffenden Person gehört.

Warum kauft man ein NFT?

Das klärt nun also, was ein Non-Fungible Token ist und wie das System funktioniert. Warum sollte man aber digitale Vermögensgegenstände wie NFT-Kunst kaufen, die man eigentlich unendlich und ohne Qualitätsverlust kopieren kann? Zumal das häufig kostenlos möglich ist? Das wird am besten an einem Vergleich deutlich: Ein Picasso-Gemälde ist, wenn man es nüchtern und zynisch betrachtet, nicht mehr als ein Stück Leinwand mit etwas Farbe darauf. Sein Wert geht nicht von seinen Materialien aus, sondern davon, dass es nur ein Original dieses Gemäldes gibt. Das Gemälde lässt sich zwar kopieren, diese Kopien haben aber nicht den gleichen Wert wie das Original. Hiervon geht die Anziehungskraft der Kunstwerke aus – Kunstsammler möchten nicht irgendeine Kopie eines bekannten Gemäldes in ihre Sammlung hängen, sondern das Original.

Ähnlich ist das bei Non-Fungible Tokens, wenn auch nicht so intuitiv: Eine digitale Kunst-Datei kann prinzipiell so häufig kopiert werden, wie gewünscht. Im Gegensatz zur physischen Kunst ist das ohne Qualitätsverlust und in kürzester Zeit möglich. NFTs bieten jetzt aber die Möglichkeit, auch diese digitale Kunst zu verkaufen. Der Fokus liegt hierbei weniger darauf, dass die Datei das Original ist, sondern dass nur eine einzelne Person bzw. eine kleine Personengruppe diese Datei besitzen kann. Das Angebot an Non-Fungible Tokens wird also künstlich verknappt, um einen Wert herzustellen. So können Künstler jetzt auch digitale Werke verkaufen.

Warum sind NFTs auf einmal in aller Munde?

Das System der Non-Fungible Tokens wurde eigentlich bereits 2012 vorgestellt. An Popularität gewann es allerdings erst im Zuge des Hypes um Kryptowährungen, insbesondere durch zwei Faktoren: erstens durch das vermehrte Aufkommen von Handelsbörsen für NFTs. Hier kann digitale Kunst einfach und nutzerfreundlich registriert, ver- und gekauft werden. In den letzten Jahren sind eine Reihe solcher Börsen entstanden und auch traditionelle Auktionshäuser springen mehr und mehr auf den Trend auf.

Gleichzeitig ist das Angebot an Non-Fungible Tokens besonders von namhaften Künstlern und Organisationen immer größer geworden. Der amerikanische Digital-Künstler Beeile verkaufte beispielsweise eine Sammlung seiner Kunstwerke für 69 Millionen US-Dollar – zu dem Zeitpunkt die höchste Summe, die je für ein NFT gezahlt wurde. Auch große Unternehmen und Organisationen wie Marvel oder die NFL verkaufen NFTs über diverse Plattformen. Als Non-Fungible Tokens werden mittlerweile nicht mehr nur visuelle Kunstwerke verkauft. Der deutsche Musiker Finn Kliemann bot zum Beispiel eigene Musik-Jingles zum Verkauf an. Aber auch abseits von NFT-Kunst gibt es Angebote: Spieleentwickler bieten mittlerweile etwa Tokens für Grundstücke in virtuellen Spiele-Welten an.

Durch all dies ist der Umsatz, der mit NFTs erzielt wurde, in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Alleine im Januar 2022 lag der zusammengerechnete, weltweite Umsatz Berichten zufolge bei etwa 6 Milliarden US-Dollar.

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